v     Namensursprung von Gadow:

           →  gadu – freundlich (slawischer Ursprung)  

           →  gadge – plaudern (slawischer Ursprung)                                                                            

 

v     100 v. Chr. Besetzung der Gebiete bis zur Elbe durch Slawen

→ Slawen besiedeln Gebiete an Gewässern zum Fischfang und zur Viehzucht

→ bauten Roggen Hafer und Rüben an

 

v     bis 930 und von 983 - 1138/47 Slawen sind Herren des Gebietes

 

v     von 930 bis 983 und ab 1138/47 deutsche Herrschaft

 

v     948 Gründung des Bistums Havelberg mit umfangreicher Besitzausstattung

            → Grund für späteren Anspruch auf Lehensrechte (z.B. über Burg Goldbeck)

 

v     1276 Krieg zwischen den Mecklenburgern und Brandenburgern

 

v     ab 1276 Burg Goldbeck gehört zu den Grafen von Lindow-Ruppin als Lehen von den Bischhöfen von Havelberg

 

v     um 1300 Einströmung deutscher Kolonisten aus Franken, Thüringen und Westfalen

 

v     1374 Ersterwähnung Gadows durch Bischof Dieterich von Havelberg

 

v     Dosseland (zw. Dosse und Rhin) mit der Hauptstadt Wittstock ist dem Bistum Havelberg unterstellt

 

v     Entstehung großer Wirtschaftshöfe wie Dranse, Goldbeck und Zechlin

            → Gadow gehört zur Burg Goldbeck

 

v     ab 1524 Übernahme der  Burg und des Gutes  Goldbeck  vom Kurfürsten von Brandenburg

            → Dossow gehört als Stadt dazu

 

v     erst 1525 erneuter Aufbau Gadows

 

v     16. Jh. Gadow war Mutterkirche

            → Tochterkirchen: Goldbeck, Zootzen, Dünamünde, Gut und Kolonie Friedrichsgüte,

                 Oberförsterei Neuendorf, Försterei Quäste und Alte Walkmühle

 

v     1557 Beginn der Führung eines Predigerverzeichnisses

 

v     30-jähriger Krieg (1618 - 1648)  erneute Zerstörung Gadows

            → 2 Höfe mit Familie bleiben übrig

 

v     1670 Erlassung eines Edikts, welches besagt, dass jeder zweite Sohn eines Bauern einen wüsten Hof übernehmen muss

 

v     um 1680 Bau der alten Kirche (verputzter Massivbau in Kreuzform)

                    → ca. 200 Sitzplätze

 

v     im 17.Jh Entstehung einer Schäferei in Neuendorf

 

v     1722 Meldung von  12 Höfen mit Familien und ein Pfarrer

 

v     Entstehung der Siedlung Buchholz zwischen Gadow und Zootzen

 

v     1782 Erbauung der Friedrichgüter Mühle

 

v     1796 Errichtung einer Teerschwelerei

 

v     im 18. Jh. Aufteilung der  Siedlung Buchholz auf Gadow und Zootzen

 

v     1806 Befehl zum Erbau der (Grünen) Glasshütte von König Friedrich II

            → Herstellung von Flaschen und Medizingläsern

            → Beschickung der Schmelzöfen mit Holz (Kohle war zu teuer)

            → Bedrohung der Äcker durch Wanderdünen, wg. Abholzung der Wälder

 

v     ab 1849 Gadow gehört Wittstock

 

v     im 19.Jh. besitzen 19 Bauern ihr eigenes Grundstück mit bis zu 100 ha Land

 

v     20.April 1861 Grundsteinlegung der Kirche in Gadow

 

v     1861 Bau der Kirche nach Entwurf des Kyritzer Kreisbaumeisters Wedecke

            → ca. 500 Sitzplätze

 

v     28.01.1863 Kirchweihe durch Dr. Ludwig Friedrich Wilhelm Hoffmann, dem Gereralsuperintendenten der Kurmark und Domprediger zu Berlin

 

v     1901 Einrichtung eines Bahnhofs in Dossow

 

v     12.06.1917 Einschmelzen der kleinen Kirchturmglocke für den ersten Weltkrieg

 

v     1923 Schließung der Glashütte wegen zu hoher Produktionskosten und Fehlen eines Bahnhofs

 

v     1933 Neuinstallation einer kleinen Kirchturmglocke

 

v     vor dem II Weltkrieg  Gadow ist umgeben von Wald

 

v     um 1942 Einschmelzen der großen Kirchturmglocke für den zweiten Weltkrieg

 

v     nach  1949 Abbau des Waldes zu Reparationszwecken, durch Brände und Raupenfraß

 

v     1952  Kirche erhält neue, bunte Fenster

 

v     1956 Installation einer Orgel

 

v     August 1960 Gründung des VEB Holzwarenfabrik Gadow

            → früher Sägewerk Fa. Turban (übernommen durch staatl. Forstwirtschaftsbetrieb)

            → Herstellung von Kleiderbügeln, Kartoffelrubbeln und Vorkeimkästen

            → Export u.a. nach Belgien, Kuwait und Äthiopien

            → über 30 Angestellte

 

v     1980 Schließung der Kirche für die Öffentlichkeit

 

v     2001 Demontage der Orgel

 

v     2002 erster Zugang zur Kirche für die Öffentlichkeit möglich

 

v     26. Oktober 2003 Eingemeindung Gadows durch die Stadt Wittstock

            → Wittstock ist durch die Eingemeindung mit einer Fläche von 442km2

                 nach Berlin (889 km2) und Hamburg (755 km2) die drittgrößte Stadt Deutschlands

 

v     2003 Herstellung eines Gemeinderaumes in der Kirche zur vorläufigen Nutzung